Feuerwehr Bregenz

Vorkloster

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Entstehung

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Die Gründungsgeschichte

 

 

In der seinerzeitigen Gemeinde Rieden bestand seit 1883 lediglich die Feuerwehr Rieden. Am 26. 10. 1893 war im "Vorarlberger Tagblatt" folgendes zu lesen:

"Heute Nacht nach 1 Uhr brach im Quellengrabenviertel in der Werkstatt des Ignatz Lang (heute Gasthaus Freihof) Feuer aus. Der Stadl brannte nieder, während das mit ihm in Verbindung stehende Wohnhaus gerettet werden konnte und nur ganz unbedeutende Schäden erlitt. Zur Hilfeleistung langten die Feuerspritzen von Bregenz, Lochau und Mehrerau ein, von Rieden selbst war keine am Brandplatz zu sehen. Recht fühlbar machte sich der gänzliche Mangel an Feuerhaken im Quellengrabenviertel, Gegenstände, die doch von ungeheurer Wichtigkeit bei Ausbruch eines Brandes sind. Wie man hört, sollen auch einige Musikinstrumente, die sich in der Werkstätte befanden, vernichtet worden sein."

Dieser Brand war Anlaß, daß für beherzte Männer aus dem Gebiet Vorkloster der Gebhard Hinteregger Zeitpunkt gekommen war, an die Gründung einer eigenen Wehr zu denken. Am 5. November 1893 setzten sich diese Männer zu einer ersten Besprechung zusammen und stimmten dem Vorschlag des Zimmermeisters Gebhard Hinteregger zu, im Ortsteil Vorkloster, der damals 138 Hausnummern zählte, eine eigene Feuerwehr zu gründen. Dieses vorbereitende Komitee setzte sich aus den Herren Gebhard Hinteregger, Josef Schmid, Josef Roth, Josef Fritz (seinerzeitiger Ortsvorsteher), Benedikt Floßmann und Gebhard Fessler zusammen, die die erforderlichen Unterlagen, die nun einmal bei einer Vereinsgründung notwendig waren, erarbeiteten.

Am 12. November 1893 erschienen im Sternensaal 34 Männer von Vorkloster zu einer ersten Versammlung, - und damit war die Freiwillige Feuerwehr Vorkloster gegründet. Aus den Reihen der Anwesenden wurde folgender Vorstand gewählt: Hinteregger Gebhard als Kommandant, Fritz Josef als Kassier und Schriftführer sowie Lang Ignatz als Rüstmeister. In kürzester Zeit betrug dann der Aktivstand 42 Mann, gehörte aber noch als selbständige Abteilung zur Wehr Rieden.

Eine Sammlung im Bereich Vorkloster, Spenden der Feuerversicherung und die Unterstützung der damals selbständigen Gemeinde Rieden machten die Anschaffung von nötigen Geräten und Ausrüstungen möglich. Das Kloster Mehrerau stellte dazu nicht nur seine Handdruckspritze unentgeltlich zur Verfügung, sondern lieferte auch das nötige Holz zur Anfertigung von Leitern. Der Idealismus schien auch seinerzeit groß gewesen zu sein, mußten doch die Wehrmänner Blusen, Mützen und die anderen Mannschaftsausrüstungen aus eigener Tasche beschaffen.

Mannschaft

1894 wurde um 1200fl (Gulden) von der Firma Blersch in Überlingen eine Handdruckspritze angeschafft, die bis 1918 ihren Dienst tat. Dies war jedoch für die junge Wehr eine Anschaffung, die dem Ausschuß, aber vor allem dem Kassier auf Jahre hinaus Sorge und Kopfzerbrechen bereitete.

1895 löste sich die Wehr von der Wehr Rieden und machte sich selständig. Die endgültigen Statuten   wurden von der K. u. K. Statthalterei genehmigt. Dies war für die junge Wehr Anlaß, bei der Firma Karl Neff in Biberach eine eigene Fahne um 330 Mark anfertigen zu lassen, die am 22. August 1897 anläßlich eines Weihe- und Übergabefestes durch Katechet Wipper geweiht und der Wehr durch die Fahnenpatin Frau Anna Fritz, Adlerwirtin und Vorstehersgattin übergeben wurde.

Zum erstenmal versammelten sich Feuerwehren aus Bregenz, Rieden, Fluh, Altenstadt, Bludenz, Friedrichshafen, Hard, Langenargen, Röthenbach, St. Margrethen, Sigmarszell, Thal und Wolfurt in Vorkloster, um in diesem Ortsteil eben "ein fest zu feiern, wie es gerade fällt".

 


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