Weiterer Geschichtsverlauf und Anschaffungen
Die Ausrüstung der Wehr, wobei hier hauptsächlich an Gerätschaften zu Löschzwecken gedacht sei, ging in den Anfangsjahren recht schleppend vor sich. Wie bereits erwähnt, brachte die Manschaft ihre eigene Ausrüstung zu Beginn selbst auf und mußte mit der vom Kloster Mehrerau im Gründungsjahr
überlassenen Handdruckspritze sowie der 1894 angekauften Spritze, den selbst gefertigten Leitern, etlichem Schlauchmaterial und einem Minimum an Hydrantennetz das Auslangen finden. Erst 1905 wurde das Wassserleitungsnetz in Vorkloster ab dem Gasthaus Schiff in westlicher Richtung verlängert und später mit der nach dem Elektrizitätswerk Rieden geführten und beim Bau der Südtirolersiedlung in den Jahren 1940 und 1942 verlegten Leitung verbunden. Bis dahin waren verschiedene bereits vorhandene Wasserbehälter oft die einzigen Wasserbezugsquellen.
So gerüstet, zog die Wehr 1908 mit einem Hydrantenwagen, den Leitern und mit dem vorhandenen Inventar ins neuerbaute Spritzenhaus in der Ramsperggasse, nachdem bislang diese Gerätschaften im alten Schulhaus (ehemaliges Bickelhaus) in der Mehrerauerstraße untergebracht waren.
Weitere Anschaffungen erfolgten, sodaß dann 1933 in diesem Gerätehaus eine 14 m hohe, fahrbare Magirusleiter, eine 12 m hohe, selbstgefertigte, fahrbare Leiter, eine 12 m hohe Schiebeleiter, diverse Stock- und Dachleitern, Ausrüstungsgegenstände aller Art sowie eine Saug- und eine Druckpumpe standen. Als Zugkraft für diese Gerätschaften dienten ausschließlich Pferde, in den letzten Jahren vor dem Anschluß stellte die Firma Boß-Fahrhalterei-Motorfahrzeuge zur Verfügung. Weitere Hydrantenwagen für Handzug konnten in kleinen Hydrantenhäuschen in der Mehrerauerstraße, Heldenankstraße und später in der Achsiedlungsstraße untergebracht werden.
Als Zusatzausrüstung waren ein Schlauchwagen, diverses Schlauchmaterial, zwölf Feuerhaken, zwei Zeugkästen, 60 Helme, 70 Blusen, 20 Steigergurte, 40 sonstige Gurte, zwölf Sturmlaternen, Feuerpatschen u. a. m. vorhanden.
1938zog die Wehr in das heutige Gerätehaus in der Ilgagasse ein und wurde infolge der politischen Gegebenheiten bis zum Jahre 1945 als Gruppe 4 der Wehr Bregenz geführt. Unsere Wehr teilte bis 1992 das Haus mit dem Kindergarten, und bis zum Jahre 1957 waren hier zusätzlich Gerätschaften für die Straßenreinigung untergebracht.
1943
erhielt die Wehr eine Tragkraftspritze mit Anhänger (die erste Motorspritze in Vorkloster)1951
ein leichtes Löschfahrzeug auf Steyr-Kriegsfahrgestell mit Vorbaupumpe, mit einer einfachen Angriffsausrüstung für neun Mann. Als Zugfahrzeuge für die vorhandenen Anhänger und Leitern war man weiterhin auf die Hilfe von KFZ-Beistellungen privater Personen angewiesen.1955
Anschaffung einer VW Tragkraftspritze.1956
Anschaffung eines VW Kombis als Mannschaftswagen, der später gegen das Ölschadenfahrzeug ausgetauscht wurde.1958
Anschaffung eines Tanklöschfahrzeuges, das 1966 gegen das Universallöschfahrzeug eigetauscht wurde.1959
erfolgte die komplette Neuuniformierung
1961
Austausch des leichten Löschfahrzeuges auf Kriegsfahrgestell gegen ein leichtes Löschfahrzeug mit Vorbaupumpe
1961
Anschaffung und Installation eines Kompressors für die Werkstätte und Fahrzeuge1962
Anschaffung eines Vw Funkwagens, der 1968 gegen das Rüstfahrzeug II ausgetauscht wurde1962
Anschaffung von Kleinfunksprechgeräten, denen die Anschaffung von Fahrzeugstationen folgte, und die mit der Installation des stationären Gerätes mit Hochantenne endete.1964
Anschaffung des Füllgerätes für Atemschutzflaschen1965
Erstellung des Beleuchtungsanhängers in eigener Regie, Ausrüstung desselben mit Stromaggregat, Scheinwerfer und Kabeltrommeln1966
Anschaffung des Anhängers mit Weitwurfkanone und Turbex-Schaummittelturbine1966
Anschaffung des Universallöschfahrzeuges auf Steyr 680 Fahrgestell1968
Anschaffung des heutigen Last, ehemals Rüst II1978
Beginn der Ausrüstung der Wehr mit Funkrufempfängern.1980
Anschaffung des Rüstfahrzeuges I und entsprechender Umbau für die erforderlichen Geräte.| < Zurück |
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